Newsletter 9 / Juli 2006

Sehr geehrte Kunden,

die neunte Ausgabe unseres Metrion ­ Newsletters ist erschienen.

Neben unseren Rubriken Führungssteckbrief, Geschichten zum Management, Aktuelles von Metrion und Für Sie gelesen sind die Beiträge des Newsletters dieses Mal ausschließlich kurze Passagen aus unserem im August im Springer Verlag erscheinenden Buch: Die Kunst gemeinsam zu handeln. Soziale Systeme professionell steuern. Wir würden uns freuen, wenn Ihnen die Lektüre der Auszüge 'Lust auf mehr' macht.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen. Ihr Metrion Team:
Stefan Hölscher, Elizabeth Loehnert-Baldermann, Karin Pape,
Wolfgang Reiber, Roswitha Reiber

Gegensätze verbinden - Polaritäten sozialer Prozesse –
Teil 3 Vereinfachung und Differenzierung

Dr. Stefan Hölscher

Der Erfolg von Organisationen und einzelnen Akteuren in ihnen hängt maßgeblich davon ab, inwieweit es gelingt, in ein produktives und zielführendes Handeln miteinander zu kommen. So vielfältig die dabei entstehenden Interaktionssituationen sind - z. B. Teammeetings, Mitarbeitergespräche, Kundenkontakte, Workshops, Veränderungsprojekte etc. - so universal sind doch die grundlegenden Faktoren, die solche Situationen und ihren Erfolg oder Misserfolg prägen. Vielfach werden diese Faktoren - z.B. Ergebnis- versus Erlebnisorientierung, Struktur versus Prozess, Vereinfachung versus Differenzierung etc. - als Gegensätze empfunden und behandelt. Im Sinne nachhaltiger und exzellenter Erfolge ist es allerdings nötig, die polaren Faktoren kraftvoll miteinander zu verbinden; und verbinden heißt hier nicht, "ein bisschen von diesem, ein bisschen von jenem" oder "die goldene Mitte suchen", sondern die gleichzeitige Stärkung jeweils beider Seiten der Polarität. Dieses Ziel ist insofern alles andere als trivial, als es generell und in Organisationskontexten insbesondere die starke Tendenz gibt, die jeweiligen Pole in Gegensatz zueinander zu bringen und immer wieder eine Seite auf Kosten der anderen übermäßig zu entwickeln.

Der Artikel Vereinfachung und Differenzierung ist die Fortsetzung der im siebten Newsletter gestarteten Reihe: Gegensätze verbinden - Polaritäten sozialer Prozesse. Der Artikel ist ein Auszug aus dem namensgleichen Beitrag des Metrion-Buchs Die Kunst gemeinsam zu handeln. Soziale Prozesse professionell steuern.

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Fremd- und Selbstorganisation

Wolfgang Reiber

Wenn es um die Steuerung von Leistungsprozessen geht, denken manche Manager einseitig in Kategorien der Zweckrationalität und werden dabei geleitet von Ideen der Organisierbarkeit, der Machbarkeit oder der Einheit der Steuerung. Verhalten sich die betroffenen Menschen dann widerspenstig und eigensinnig, wird dies als Störung empfunden bzw. als Widerstand abqualifiziert. Übersehen wird, dass es genau diese Menschen sind, welche die geplanten Leistungsprozesse "leben" (wenn sie denn wollen) und dass außerdem nur sie imstande sind, durch Einsatz ihres (zumindest) lokalen Wissens, ihres Engagements und ihrer Kreativität Leistungsprozesse ziel- und situationsgerecht (nach-) zu justieren, wenn es die Realität erfordert. Theoretisch besteht sogar die Chance der größtmöglichen Leistungs- und Problemlösungsfähigkeit, wenn man die Menschen völlig autonom handeln lässt (Selbstorganisation). Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dies in der Praxis auch nicht funktioniert und es ganz ohne direktive Führung (Fremdorganisation) nicht geht. Wie kann als Konsequenz daraus eine ziel- und situationsadäquate Balance der beiden scheinbar ganz widersprüchlichen Konzepte aussehen?

Der Artikel Fremd- und Selbstorganisation ist ein Auszug aus dem Beitrag Leistungsprozesse steuern des Metrion-Buchs Die Kunst gemeinsam zu handeln. Soziale Prozesse professionell steuern.

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Reflektieren

Karin Pape

In Organisationen treffen sich Personen in der Regel, um gemeinsam etwas zu erarbeiten, ein Problem zu lösen, eine Entscheidung zu treffen oder einfach Informationen auszutauschen. Die meisten Menschen wissen oder spüren zumindest intuitiv, dass über die Bewältigung der Aufgabe und die Erreichung des Sachzieles hinaus noch andere Dinge "verhandelt" werden, die den Arbeitsprozess positiv oder negativ beeinflussen können. Diese verdeckten Verhandlungen drehen sich z. B. um Fragen der Machtverteilung, der Zugehörigkeit zum System bzw. zu einzelnen Subsystemen, um informelle Strukturen und Prozesse sowie um die verschiedenen expliziten und impliziten Dynamiken in der Beziehungsgestaltung untereinander und können in Reflexionsprozessen entdeckt, verstanden und bearbeitet werden.

Der Artikel Reflektieren ist ein Auszug aus dem namensgleichen Beitrag des Metrion-Buchs Die Kunst gemeinsam zu handeln. Soziale Prozesse professionell steuern.

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Arbeit mit Bildern

Elizabeth Loehnert-Baldermann

Im Vergleich zur Sprache - dem klassischen Medium der Kommunikation in Unternehmen - bieten Bilder in der Kommunikation eine Reihe von Möglichkeiten, die gerade in Zeiten turbulenter Veränderungen von großem Nutzen sein können. Bilder sind wesentlich konkreter als Sprache, sie erzeugen Aufmerksamkeit, sie wirken unmittelbar, ihre Botschaft ist ganzheitlich. In diesem Sinne sorgen sie für Klarheit. Gleichzeitig sind Bilder auch bedeutungsoffen, erzeugen Nähe und Distanz in einem, verbinden affektive und kognitive Dimensionen. Dadurch sorgen sie auch für Öffnung und Offenheit, für Spiel- und Gestaltungsraum und laden zur gedanklichen Grenzüberschreitung ein. Wie kann Bildkommunikation im betrieblichen Alltag inszeniert werden? In welchen Bereichen und zu welchen Themen kann sie Nutzen stiften? Wo sind die Grenzen und Risiken dieser Gestaltungsform?

Der Artikel Arbeit mit Bildern ist ein Auszug aus dem namensgleichen Beitrag des Metrion-Buchs Die Kunst gemeinsam zu handeln. Soziale Prozesse professionell steuern.

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Unsere Rubriken:

Metrion-Führungssteckbrief

Dieser Fragebogen zur Reflexion von Führungsthemen und -erfahrungen wird in jeder Ausgabe von einer Führungskraft aus dem Kreis unserer Kundenfirmen beantwortet; in dieser Ausgabe von Herrn Michael Kowalski, Geschäftsführer der Essmann GmbH.

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Geschichten zum Management

Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral - von Heinrich Böll

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Für Sie gelesen

Karin Pape

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