Gans und Fuchs

Wolfdietrich Schnurre

Eine Gans war über Nacht auf dem Eis fest gefroren. Da sah der Fuchs und schlich, sich die Schnauze leckend, hinüber. Dicht vor ihr jedoch brach er ein und es blieb ihm nichts weiter übrig, als sich schwimmend über Wasser zu halten. „Weißt Du was?“ schnaufte er schließlich, „begraben wir unsere Feindschaft, vertragen wir uns.“ Die Gans zuckte die Schulter. „Kommt drauf an.“ „Ja, aber worauf denn“ keuchte der Fuchs. „Ob’s taut oder friert,“ sagte die Gans.