Für Sie gelesen
Women don’t ask - negotiation and the gender divide
von Linda Babcock und Sara Laschever
Princeton University Press, 2003
Die Autorinnen gehen in diesem interessanten Buch der Frage nach, warum Frauen im Berufsleben trotz guter Qualifikation im Wettstreit mit ihren männlichen Kollegen häufig weniger erreichen. Ein besonderes Augenmerk wird auf Situationen gerichtet, in denen Menschen sich in Verhandlungsprozesse begeben, um im Eigeninteresse gute Ergebnisse zu erzielen. Sie führten in Europa und USA Studien zu Gehaltsverhandlungen von Männern und Frauen durch, deren Erkenntnisse, wenn sie nicht überraschen, doch zumindest nachdenklich machen. Das Buch beschreibt nüchtern und undramatisch, warum Frauen sich teilweise unter ihren Möglichkeiten ‚verkaufen’, wie es zu diesen Verhaltensweisen kommt und welche Potenziale sie mit etwas mehr Mut und Offensivität ausschöpfen könnten. Es sind erfreulicherweise keine Ratschläge zu finden, wie Frauen alles anders und besser machen könnten. Vielmehr dienen vielfältige Beispiele und Beobachtungen dem besseren Verstehen. Schlüsse kann die Leserin/der Leser für sich selbst ziehen.
Alles was Du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltes Du auch sagen.
Voltaire


